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Arirang gastiert in Jülich

Schlosskonzert: Virtuosität der Klappenkünstler

26. Januar 2016

Aachener Zeitung
Von: Hilde Viehöfer-Emde

JÜLICH. Das jüngste Jülicher Schlosskonzert in der Schlosskapelle der Zitadelle wartete mit einer
interessanten Bläserbesetzung auf. Sakura Kindynis (Flöte), Jörg Schneider (Oboe), Steffen
Dillner (Klarinette), Sebastian Schindler (Horn) und Olivia Comparot (Fagott) hatten den Mut,
einmal abseits der gängigen Konzertliteratur hörenswerte Kompositionen aufzuführen.
Trotzdem eröffnete das arirang-Quintett das Programm ganz klassisch mit dem Divertimento B-Dur von
Joseph Haydn. Ein gefälliges, Werk, dessen Choralthema des zweiten Satzes durch Brahms Haydn-
Variationen bekannt wurde. Die Musiker zeigten in ihrer Interpretation Liebe zum Detail und spielten ihre
Parts mit feinen Nuancen aus.

Arirang in Jülich

Das arirang-Quintett bot bei seinem zweiten Gastspiel im Rahmen der Schlosskonzert-Reihe ein ausgefallenes Programm. Foto: Wolfgang Emde

Leserkommentare
Die „6 Bagatellen für Bläserquintett“ des ungarischen Komponisten György Ligeti sind zu Unrecht selten
gespielt. Die Klangfarben und spezifischen Möglichkeiten der Instrumente wird genutzt und bilden
formbildend die musikalischen Elemente. In Mikrokonzerten werden die Instrumente auch einzeln in
solistischen, charakteristischen Parts vorgestellt. Reich an verzauberten Klängen, verspielte,
lautmalerische Passagen machten den Charme des Werkes im perfekten Vortrag des Ensembles aus.
Gefällige Klänge mit einem ansprechenden Flötenpart folgten mit Franz Danzis Quintett g – moll. Diese
dankbare Bläsermusik ist heute wieder sehr beliebt und wurde von dem Ensemble klangschön und mit
großer Leichtigkeit musiziert.
Relativ unbekannt sind der französische Komponist Charles Lefèbvre und sein Werk. Ganz im Geiste der
Romantik ist seine Suite in 3 Sätzen konzipiert. Besonders beeindruckend in ihrer Zartheit waren die
Flötenpassagen, wundervoll von Sakura Kindynis geblasen.
Musikgeschichte schrieb Astor Piazolla mit seinen Tangos. Das arirang-Quintett musizierte „Histoire du
Tango“ mit den Sätzen Bordell 1900, Café 1930 und Nightclub 1960, ein Werk, das original für Flöte und
Gitarre komponiert wurde. Es erzähle die Entwicklung des Tangos vom ursprünglich fröhlichen Tanz zum
melancholischen Klangspiel. Es gab den Musikern Gelegenheit, ihre Virtuosität unter Beweis zu stellen
und ihre Instrumente voll auszuspielen.
Großen Beifall erhielten die Musiker von ihrem Publikum bei ihrem zweiten Gastspiel in der Jülicher
Schlosskapelle.


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